SEO · Aktualisiert am · 14 Min.

SEO mit KI: was hilft und was Ihnen schadet

Kaum ein Thema wird gerade so überverkauft wie KI im SEO. Der nützliche Teil liegt in der Vorbereitung und in der Struktur, nicht im Schreiben. Und im Hintergrund verschiebt sich gerade etwas Grundsätzlicheres: Suche endet immer häufiger ohne Klick.

Alexander HertiGründer von Business Growth Solutions

Kurz gesagt

Google bestraft Texte nicht, weil eine KI sie geschrieben hat, sondern wenn sie niemandem nützen. Massenhaft erzeugte Seiten ohne Mehrwert gelten ausdrücklich als Spam. KI hilft bei Recherche, Struktur, Briefings und Technik. Die Substanz, also eigene Zahlen, Fälle und die fachliche Prüfung, muss von Menschen kommen, auch wenn Sie in KI-Antworten genannt werden wollen.

Leuchtendes goldenes Suchfeld vor schwarzem Grund, darueber ein Netz aus verbundenen Knotenpunkten, rechts eine absteigende Trefferliste, Sinnbild fuer SEO mit kuenstlicher Intelligenz

Was Google zu KI-Inhalten tatsächlich sagt

Die offizielle Linie ist seit Anfang 2023 unverändert und klarer, als viele Diskussionen vermuten lassen: Google bewertet die Qualität eines Inhalts, nicht die Art, wie er entstanden ist. KI-Einsatz ist also nicht verboten. Ein Text wird nicht schlechter eingestuft, weil ein Modell beim Schreiben geholfen hat, und nicht besser, weil ein Mensch jedes Wort selbst getippt hat.

Die Grenze zieht Google beim Zweck. In den Spam-Richtlinien steht unter dem Begriff Scaled Content Abuse, also Missbrauch durch skalierte Inhalte: Wer viele Seiten vor allem erzeugt, um Rankings zu manipulieren, und dabei kaum Nutzen liefert, verstößt gegen die Regeln, egal wie die Seiten entstanden sind. Als erstes Beispiel nennt Google ausdrücklich generative KI, mit der viele Seiten ohne Mehrwert erzeugt werden. Ebenfalls genannt: automatisch umformulierte oder übersetzte Fremdinhalte und zusammengestückelte Texte aus anderen Seiten.

Daneben verbietet Google Site Reputation Abuse: fremde Inhalte auf einer angesehenen Domain zu veröffentlichen, damit sie von deren Ruf profitieren. Für Unternehmensseiten ist das selten ein Thema, relevant wird es, wenn Ihnen jemand bezahlte Gastbeiträge anbietet, die mit Ihrem Geschäft nichts zu tun haben.

Zur Kennzeichnung ist Google pragmatisch. Autorenangaben empfiehlt Google dort, wo Leser sich fragen würden, wer das geschrieben hat. Einen Hinweis auf KI-Einsatz dort, wo sie sich fragen würden, wie es entstanden ist. Die KI selbst als Autor einzutragen, hält Google ausdrücklich für keinen guten Weg.

Was KI im SEO tatsächlich gut kann

Der Nutzen liegt fast vollständig vor dem Text. KI ist stark darin, aus einer Handvoll Kundengespräche die Fragen herauszuziehen, die immer wieder vorkommen, und daraus eine Themenliste zu bauen. Sie ist schnell darin, bestehende Seiten auf fehlende Zwischenüberschriften, doppelte Themen und unbeantwortete Fragen zu prüfen.

Ebenfalls sinnvoll: strukturierte Daten erzeugen, Meta-Beschreibungen für dreißig Seiten in einem Durchgang entwerfen, Übersetzungen vorbereiten, interne Verlinkung vorschlagen. Das sind mechanische Arbeiten mit klaren Regeln, und genau dort ist der Zeitgewinn echt.

Was dabei bleibt: Jemand muss das Ergebnis kennen und prüfen. Eine erfundene Zahl in einer Meta-Beschreibung ist schneller online, als sie jemandem auffällt, und steht dann Monate in den Suchergebnissen. Die folgende Übersicht zeigt, wie wir die typischen Einsätze einordnen.

KI-Einsätze im SEO, eingeordnet nach unserer Erfahrung und den veröffentlichten Google-Richtlinien, Stand September 2026.
EinsatzBewertungWarum
Keyword-RecherchehilftGut für Ideen, Synonyme und Fragen. Suchvolumen nie vom Modell übernehmen, sondern aus einem echten Werkzeug oder der Search Console.
Themen-ClusteringhilftGruppiert Hunderte Suchbegriffe in Minuten und zeigt, wo sich Seiten gegenseitig Konkurrenz machen.
BriefingshilftGliederung, offene Fragen und Suchintention lassen sich schnell vorbereiten. Den Kern liefert der Experte.
Textentwürfekommt darauf anBrauchbar, wenn Ihr Wissen als Rohmaterial hineingeht. Ohne das entsteht Durchschnitt aus dem Netz.
Faktenprüfungkommt darauf anKann Behauptungen markieren, die belegt werden müssen. Selbst belegen kann das Modell nicht zuverlässig, Quellenangaben sind teils erfunden.
Übersetzungkommt darauf anMit Prüfung durch Muttersprachler eine große Hilfe. Ungeprüft und massenhaft nennt Google automatische Übersetzung ausdrücklich als Beispiel für Spam.
Massenhaft erzeugte SeitenschadetGenau das beschreibt Scaled Content Abuse. Das Risiko trifft die ganze Domain, nicht nur die schwachen Seiten.
Automatisch erzeugte FAQsschadetGenerische Fragen, die niemand gestellt hat, blähen die Seite auf. FAQs aus echten Kundenfragen helfen dagegen.
Meta-BeschreibungenhilftSchnell und solide, solange jemand Zahlen und Versprechen gegenliest.
Strukturierte DatenhilftSpart viel Zeit. Google verlangt, dass die Auszeichnung zum sichtbaren Text passt, also jedes Feld prüfen.

Warum Text aus der Maschine allein nicht rankt

Google bewertet nicht, ob ein Text von einem Menschen stammt, sondern ob er jemandem nützt. Das klingt entspannt und ist es nicht, denn massenhaft erzeugter Text erfüllt diese Bedingung fast nie. Er fasst zusammen, was ohnehin schon zwanzigmal im Netz steht, und liefert keinen einzigen Satz, den es vorher nicht gab.

Der Unterschied ist selten der Stil, sondern der Inhalt. Eine eigene Zahl aus Ihrem Betrieb, ein Fall, der schiefging, eine konkrete Preisspanne, eine Regel, die Sie sich erarbeitet haben. Nichts davon steckt im Modell, weil es aus Ihrer Arbeit kommt und nicht aus dem Netz.

Der praktikable Weg ist deshalb nicht, KI vom Schreiben fernzuhalten, sondern die Reihenfolge umzudrehen: Sie liefern das, was nur Sie wissen, und die Maschine bringt es in Form. Nicht umgekehrt.

Ein Arbeitsablauf für KI-gestützte Artikel

So sieht der Ablauf aus, mit dem wir Fachartikel wie diesen erstellen. Er ist nicht schneller als reines Generieren, aber deutlich schneller als Schreiben ohne Unterstützung, und am Ende steht ein Text, für den jemand geradestehen kann.

  1. Frage festlegen. Welche konkrete Suchfrage soll der Artikel beantworten, und wer stellt sie? Ein Artikel, eine Hauptfrage.
  2. Wissen sammeln, bevor die KI schreibt. Notizen, Zahlen aus eigenen Projekten, typische Kundeneinwände, Fehler, die Sie gesehen haben. Oft reicht ein aufgezeichnetes Gespräch von zwanzig Minuten mit dem Experten.
  3. Briefing mit KI erstellen. Gliederung, Fragen, die der Artikel beantworten muss, und Lücken bei der Konkurrenz. Hier ist das Modell stark.
  4. Entwurf aus Ihrem Material. Die KI formuliert aus den gesammelten Notizen, nicht aus ihrem Allgemeinwissen. Alles, was nicht aus dem Material stammt, wird markiert.
  5. Quellen prüfen. Jede Aussage über Regeln, Gesetze oder Plattformen wird gegen die Primärquelle geprüft, also die Dokumentation des Anbieters oder den Gesetzestext. Keine Zahl ohne Herkunft.
  6. Fachliche Freigabe. Der Experte liest den Text gegen und streicht, was er so nicht sagen würde. Das ist der Schritt, der am häufigsten übersprungen wird, und der wichtigste.
  7. Technik und Auszeichnung. Titel, Beschreibung, strukturierte Daten, interne Links, Autor und Datum. Hier darf die KI wieder mehr übernehmen.
  8. Pflegen. Nach einigen Monaten in der Search Console prüfen, für welche Suchanfragen der Artikel erscheint, und ihn aktualisieren, wenn sich Regeln ändern.

Der Test für jeden Absatz: Könnte ein Wettbewerber ihn wortgleich auf seine Seite stellen? Wenn ja, fehlt noch etwas von Ihnen.

Die eigentliche Verschiebung: Antworten ohne Klick

Wichtiger als die Frage, wer den Text schreibt, ist gerade eine andere: Immer mehr Suchen enden mit einer Antwort direkt in der Suchmaschine, ohne dass jemand eine Seite öffnet. Google zeigt zusammengefasste Antworten über den Ergebnissen, und ein wachsender Teil der Nutzer liest nur diese.

Zu den Größenordnungen kursieren viele Zahlen, meist von Anbietern, die SEO-Werkzeuge verkaufen. Genannt werden Anteile von deutlich über vierzig Prozent der Suchen mit zusammengefasster Antwort und spürbare Rückgänge bei den Klicks auf die vorderen Plätze. Behandeln Sie diese Zahlen als Richtung und nicht als Zusage, sie stammen nicht von Google und nicht aus Ihren eigenen Daten.

Was daraus folgt, ist unabhängig von der genauen Zahl dasselbe: Der erste Platz garantiert keinen Besuch mehr. Das trifft allgemeine Informationsfragen deutlich härter als konkrete Kaufabsichten, und für B2B-Dienstleistungen liegt der wertvolle Teil weiterhin dort, wo jemand einen Anbieter sucht und nicht eine Definition.

Sichtbar in KI-Antworten: was eine Nennung wahrscheinlicher macht

Wenn eine Maschine die Antwort zusammensetzt, entscheidet sie auch, wen sie dabei nennt. Das gilt für Googles AI Overviews und den AI Mode ebenso wie für die Suche in ChatGPT und für Perplexity. Google sagt dazu erstaunlich nüchtern: Für AI Overviews und AI Mode gibt es keine zusätzlichen Anforderungen und keine besondere Optimierung. Eine Seite muss indexiert sein und mit Snippet angezeigt werden dürfen, mehr nicht. Auch spezielle KI-Textdateien oder zusätzliche Schema-Auszeichnung seien dafür nicht nötig.

Google beschreibt außerdem, dass beide Funktionen eine Frage in mehrere verwandte Suchen aufteilen können, das sogenannte Query Fan-out. Die Antwort stützt sich dann auf Seiten, die Teilfragen gut beantworten. Daraus ergibt sich, was nach unserer Erfahrung und nach verbreiteter Meinung in der Branche hilft. Bestätigte Rankingfaktoren sind das nicht, sondern gute Praxis:

  • Direkte Antworten. Die Kernaussage steht in den ersten Sätzen unter der Überschrift, nicht im dritten Absatz.
  • Klare Struktur. Überschriften, die als Frage oder Aussage für sich stehen, dazu Listen und Tabellen für Vergleiche und Abläufe. Solche Blöcke lassen sich leichter zitieren als Fließtext.
  • Eigene Daten. Eine Zahl, die es nur bei Ihnen gibt, ist ein Grund, gerade Sie zu nennen. Eine Zusammenfassung dessen, was alle schreiben, ist keiner.
  • Konsistente Angaben zur Firma. Name, Adresse und Beschreibung lauten überall gleich: auf der Seite, im Unternehmensprofil bei Google, in Verzeichnissen und in Ihren Profilen. Widersprüche verhindern die eindeutige Zuordnung.
  • sameAs in den strukturierten Daten. Die Organization-Auszeichnung verweist auf Ihre offiziellen Profile, etwa LinkedIn oder den Handelsregistereintrag. So wird klar, dass alle Einträge dieselbe Firma meinen.
  • Bing nicht vergessen. ChatGPT durchsucht das Netz mit eigenem Crawler und externen Suchanbietern. In der Branche gilt Bing als wichtige Quelle dafür. OpenAI dokumentiert das nicht im Detail, aber eine Anmeldung in den Bing Webmaster Tools kostet zehn Minuten.

Und der langweiligste Punkt bleibt der wirksamste: Inhalte, die jemand freiwillig verlinkt oder erwähnt, weil sie etwas enthalten, das er sonst nirgends bekommt. Das war vor der KI so und ist seitdem eher wichtiger geworden.

Such-Crawler und Trainings-Crawler: was Blockieren bedeutet

Viele Unternehmen sperren KI-Crawler pauschal in der robots.txt und wundern sich später, warum sie in ChatGPT nicht auftauchen. Der Grund: Es gibt zwei Arten von Crawlern. Die einen holen Seiten, damit sie in Suchergebnissen und Antworten verlinkt werden können. Die anderen sammeln Material für das Training von Modellen. Wer beide in einen Topf wirft, verliert Sichtbarkeit, ohne es zu merken.

Nach den Dokumentationen von Google, OpenAI, Perplexity und Common Crawl, Stand September 2026.
CrawlerZweckFolge einer Sperre
GooglebotGoogle-Suche, inklusive AI Overviews und AI ModeSie verschwinden aus der Google-Suche. Für KI-Funktionen gibt es keine separate Sperre, nur Snippet-Steuerungen wie nosnippet.
OAI-SearchBotSuche in ChatGPTIhre Seiten werden laut OpenAI nicht in den Suchantworten von ChatGPT angezeigt.
PerplexityBotSuchergebnisse in Perplexity, laut Perplexity kein TrainingIhre Seiten werden in Perplexity seltener oder gar nicht verlinkt.
GPTBotTraining der OpenAI-ModelleInhalte sollen nicht für das Training genutzt werden. Die Suche in ChatGPT ist davon nicht betroffen.
Google-ExtendedTraining von Gemini und Grounding in Gemini-Apps und Vertex AILaut Google kein Einfluss auf die Google-Suche und kein Rankingsignal. Betrifft auch nicht die AI Overviews.
CCBotOffenes Webarchiv von Common Crawl, das viele KI-Entwickler als Trainingsmaterial nutzenIhre Seiten landen nicht mehr in künftigen Archiven. Keine Auswirkung auf Suchmaschinen.

Für die meisten B2B-Unternehmen ist die Rechnung einfach: Such-Crawler zulassen, weil Sie gefunden werden wollen. Bei Trainings-Crawlern ist es eine Grundsatzentscheidung ohne direkte Auswirkung auf Ihre Sichtbarkeit in Suchen. Wer Fachwissen verkauft, das nicht kostenlos in Modelle wandern soll, sperrt sie. Wer möglichst breit bekannt werden will, lässt sie zu.

Prüfen Sie nicht nur die robots.txt, sondern auch Ihr CDN. Manche Anbieter blockieren KI-Crawler inzwischen per Voreinstellung. Prüfen Sie dort, ob auch Such-Crawler wie OAI-SearchBot betroffen sind.

E-E-A-T: Signale, die Sie selbst setzen können

E-E-A-T steht für Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit. Google betont, dass E-E-A-T selbst kein einzelner Rankingfaktor ist, sondern beschreibt, was die Systeme über viele Signale erkennen wollen. Das Wichtigste davon ist Vertrauen. Für KI-gestützte Inhalte heißt das: Die Maschine kann keine Erfahrung haben. Die muss sichtbar von Ihnen kommen.

  • Ein echter Autor. Name, Rolle und eine Autorenseite, die zeigt, woher das Wissen kommt. Kein Redaktionsteam ohne Gesicht.
  • Erfahrung aus erster Hand. Formulierungen wie „bei unseren Kunden sehen wir“ mit einem konkreten Beispiel. Für uns etwa: über 2.000 gebuchte Termine seit 2023, aus denen wir wissen, welche Fragen Entscheider wirklich stellen.
  • Eigene Daten und Belege. Screenshots, Messwerte, Vorher-nachher-Vergleiche, mit Angabe, wie sie entstanden sind.
  • Quellen. Links auf Primärquellen, wo Sie Regeln oder Plattformen beschreiben, so wie am Ende dieses Artikels.
  • Datum und Pflege. Ein sichtbares und maschinenlesbares Veröffentlichungs- und Änderungsdatum, und Aktualisierungen, wenn sich etwas ändert.

Vieles davon ist eine Frage der Seitenstruktur und nicht des Textes. Wie eine Seite aufgebaut sein sollte, damit Menschen und Maschinen sie verstehen, beschreiben wir in modernes UX/UI Design.

Woran Sie das in Ihren eigenen Zahlen erkennen

Der Blick, der es zeigt, ist in der Google Search Console kostenlos möglich. Vergleichen Sie über die letzten zwölf Monate Impressionen und Klicks getrennt voneinander. Wenn die Impressionen halten oder steigen und die Klicks fallen, sehen Sie genau diesen Effekt und kein Rankingproblem.

Wer das verwechselt, optimiert das Falsche. Eine Seite, die weiterhin auf Platz drei steht und weniger Klicks bekommt, braucht keine neuen Backlinks, sondern eine ehrliche Entscheidung darüber, ob dieses Thema für Sie überhaupt noch Besucher bringen kann.

Die Themen, die stabil bleiben, sind die mit Kaufabsicht und lokalem oder fachlichem Bezug. Die Themen, die zuerst wegbrechen, sind Definitionen, Listen und Was-ist-Fragen. Das ist eine brauchbare Grundlage dafür, wo Sie Ihre Zeit noch investieren.

Was sich zur Sichtbarkeit in KI-Antworten messen lässt und was nicht:

  • Messbar: Klicks und Impressionen aus AI Overviews und AI Mode. Google zählt sie in der Search Console im Leistungsbericht unter dem Suchtyp Web mit, zusammen mit den übrigen Ergebnissen.
  • Messbar: Besuche, die von chatgpt.com, perplexity.ai oder anderen KI-Diensten kommen, als Verweisquelle in Ihrer Webanalyse.
  • Nicht sauber messbar: wie oft Sie in einer KI-Antwort genannt werden, ohne dass jemand klickt. Werkzeuge, die das schätzen, stellen Beispielfragen und zählen Nennungen. Das ist eine Stichprobe, keine Statistik, und die Antworten ändern sich von Anfrage zu Anfrage.
  • Einfachster Indikator: Fragen Sie neue Anfragen im Erstgespräch, wie sie auf Sie gekommen sind. Die Antwort „ChatGPT hat Sie empfohlen“ taucht nach unserer Erfahrung inzwischen auf.

Was Sie besser lassen

Drei Dinge tauchen gerade regelmäßig auf und richten mehr Schaden an, als sie nutzen. Erstens: hundert Seiten in einem Rutsch erzeugen lassen, um Themen abzudecken. Das erzeugt eine Menge dünner Seiten, die sich gegenseitig Konkurrenz machen, und schwächt die wenigen guten Seiten mit.

Zweitens: bestehende gute Seiten von der Maschine umschreiben lassen, damit sie moderner klingen. Damit tauschen Sie regelmäßig genau die konkreten Stellen weg, die den Text vorher nützlich gemacht haben.

Drittens: Werkzeuge, die versprechen, Ihre Marke in KI-Antworten zu platzieren. Was daran funktioniert, ist die saubere Auszeichnung Ihrer Seite, und die kostet keinen Aufpreis. Der Rest ist Verkauf.

Ehrliche Grenzen

Niemand außerhalb von Google, OpenAI und Perplexity weiß genau, nach welchen Kriterien Quellen für eine Antwort ausgewählt werden. Alles, was über die offiziellen Dokumentationen hinausgeht, auch in diesem Artikel, ist Erfahrung und Beobachtung, keine Gewissheit. Wer Ihnen garantierte Nennungen in ChatGPT verspricht, verspricht etwas, das er nicht kontrolliert.

Dazu kommt: Die Produkte ändern sich schneller als Leitfäden. Was im September 2026 stimmt, kann in einem halben Jahr anders aussehen. Stabil bleibt nur das Fundament: eine technisch saubere Seite, die schnell lädt und sich crawlen lässt, Inhalte mit echter Substanz und eine Firma, die im Netz überall gleich beschrieben ist.

Wie wir es halten

Auf dieser Seite läuft KI in der Vorbereitung und in der Technik mit, nicht als Textquelle. Die Zahlen und Fälle kommen aus unserer Arbeit, die Struktur, die Auszeichnung und die Übersetzungen entstehen mit Unterstützung. Jeder Artikel trägt einen Autor und ein maschinenlesbares Datum, jede Seite eine eigene Beschreibung.

Wenn Sie eine Seite brauchen, die so aufgebaut ist, dass Suchmaschinen und KI-Dienste sie verstehen und Besucher trotzdem anfragen, finden Sie hier, wie wir das umsetzen: Websites von BGS.

Wenn Sie KI-Motive in der Werbung einsetzen, kommt seit August 2026 eine Kennzeichnungspflicht dazu. Das betrifft Anzeigen und nicht Ihre Texte, ist aber der Punkt, an dem sich beide Themen berühren: KI-Inhalte kennzeichnen.

Und wenn die Besucher da sind und trotzdem nichts passiert, liegt es selten an der Suchmaschine. Dazu haben wir hier etwas geschrieben: Conversion Rate.

Häufige Fragen

Bestraft Google KI-generierte Inhalte?

Nein, nicht wegen der Herkunft. Google bewertet nach eigener Aussage die Qualität eines Inhalts und nicht, wie er entstanden ist. Gegen die Spam-Richtlinien verstößt es aber, mit KI oder anderen Mitteln viele Seiten vor allem zur Manipulation von Rankings zu erzeugen, wenn sie Nutzern kaum etwas bringen. Google nennt das Scaled Content Abuse. Ein geprüfter Artikel mit eigener Expertise ist also unproblematisch, hundert generierte Seiten ohne Substanz sind ein Risiko für die ganze Domain.

Wie werde ich in AI Overviews oder ChatGPT zitiert?

Eine Garantie gibt es nicht. Voraussetzung ist bei Google, dass die Seite indexiert ist und mit Snippet angezeigt werden darf, bei ChatGPT, dass OAI-SearchBot nicht gesperrt ist. Darüber hinaus helfen nach unserer Erfahrung direkte Antworten gleich unter der Überschrift, klare Struktur mit Listen und Tabellen, eigene Daten, die es sonst nirgends gibt, und überall gleichlautende Firmenangaben. Spezielle Schema-Auszeichnung oder KI-Textdateien sind laut Google dafür nicht nötig.

Sollte ich KI-Crawler blockieren?

Unterscheiden Sie zwischen Such- und Trainings-Crawlern. Such-Crawler wie Googlebot, OAI-SearchBot und PerplexityBot sorgen dafür, dass Sie in Suchergebnissen und KI-Antworten verlinkt werden. Wer sie sperrt, wird dort nicht mehr angezeigt. Trainings-Crawler wie GPTBot, Google-Extended und CCBot sammeln Material für Modelle. Sie zu sperren hat laut den Anbietern keinen Einfluss auf die Suche. Für die meisten B2B-Firmen gilt: Such-Crawler zulassen, bei Trainings-Crawlern nach Grundsatz entscheiden.

Kann KI meinen Blog schreiben?

Formulieren ja, Inhalte liefern nein. Ein Modell kann aus Ihren Notizen, Gesprächsmitschnitten und Zahlen schnell einen gut lesbaren Artikel machen. Was es nicht kann: Erfahrung erfinden, die Sie nicht haben, oder Aussagen zuverlässig belegen. Ein Blog, der nur aus generierten Zusammenfassungen besteht, bietet nichts, was nicht schon im Netz steht, und hat es entsprechend schwer. Planen Sie immer eine fachliche Prüfung und eine Quellenkontrolle durch einen Menschen ein.

Was ist GEO oder AEO?

GEO steht für Generative Engine Optimization, AEO für Answer Engine Optimization. Beide Begriffe beschreiben die Optimierung dafür, in KI-generierten Antworten genannt zu werden, etwa in AI Overviews, ChatGPT oder Perplexity. Es sind Branchenbegriffe, keine eigene Disziplin mit eigenen Regeln. Google sagt ausdrücklich, dass für seine KI-Funktionen dieselben SEO-Grundlagen gelten. In der Praxis heißt GEO vor allem: klare Antworten, gute Struktur, eigene Daten und eine eindeutig beschriebene Firma.

Wie messe ich meine Sichtbarkeit in KI-Antworten?

Nur teilweise. Klicks und Impressionen aus AI Overviews und AI Mode zählt Google in der Search Console im Leistungsbericht unter Web mit, zusammen mit den übrigen Ergebnissen. Besuche aus ChatGPT oder Perplexity sehen Sie in Ihrer Webanalyse als Verweise von chatgpt.com oder perplexity.ai. Wie oft Sie ohne Klick genannt werden, lässt sich nicht sauber messen. Werkzeuge dafür arbeiten mit Stichproben. Ergänzend hilft die einfache Frage im Erstgespräch, wie der Kunde auf Sie gekommen ist.

Quellen

  1. Google Search Central: Google-Suche und KI-generierte Inhalte
  2. Google: Spam-Richtlinien für die Google-Websuche
  3. Google: Hilfreiche, zuverlässige Inhalte erstellen, die Menschen in den Mittelpunkt stellen
  4. Google: KI-Funktionen und Ihre Website
  5. Google: Übersicht der Crawler, inklusive Google-Extended
  6. OpenAI: Übersicht der OpenAI-Crawler

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